Dr. Pan
oder die Heilkünste unserer tierischen Verwandten
Bei Fieber, Malaria, Wurmbefall und sogar Tumorerkrankungen - wenn unsere nächsten tierischen Verwandten sich unwohl fühlen, therapieren sie sich einfach selbst.
Eine französisch-ugandische Forschungsgruppe beobachtete im Regenwald Ostafrikas dieses in der Tierwelt nicht untypische Phänomen der „Phytoeigentherapie". Daraus sollen Schlüsse für die Entwicklung neuer Medikamente für den Menschen gezogen werden. Die Nahrung kranker Schimpansen einer Gruppe wurde genau protokolliert, deren Kot und Urin gesammelt und untersucht.
Ein Affe, der an Darmparasiten litt, fraß z.B. zuerst ausschließlich die Blätter der Aneilema (Aneilema aequinoctiale), um danach mit der Rinde des „Ornamental Tree" (Albizia grandibracteata) fortzufahren. Inzwischen hat man herausgefunden, dass diese Baumrinde Parasiten den Garaus macht. Auch ein „affiger" Selbsttherapie-versuch mit Blättern eines Mahagoni-Gewächses (Trichilia rubescens) hat bei Fieber wohl ins Schwarze getroffen - die Blätter zeigten sich im Laborversuch wirksam gegen Malaria-Erreger.
Schimpansen - unsere neuen Ärzte? Wer weiß...
Quelle: Med-Update